Houston, kein Problem: DFB-Elf stürmt mit 7:1-Torfestival zum WM-Auftakt

wm26

Die deutsche Nationalmannschaft hat bei der FIFA Weltmeisterschaft 2026 einen Einstand nach Maß gefeiert. Im ersten Vorrundenspiel der Gruppe E bezwang das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann den WM-Debütanten Curaçao im NRG Stadium in Houston deutlich mit 7:1. Vor ausverkauftem Haus sprühte die deutsche Offensive von Beginn an vor Spielfreude, ließ dem krassen Außenseiter keine Chance und schürte frühzeitig große WM-Euphorie im eigenen Land.

Von David Weiß:

Der Torreigen im texanischen Sommer begann bereits in der 6. Spielminute: Nach einer sehenswerten Kombination über die linke Seite vollstreckte Mittelfeldakteur Felix Nmecha zur frühen 1:0-Führung. Wie schon bei der Heim-Europameisterschaft zwei Jahre zuvor untermalte der Kult-Klassiker „Major Tom“ von Peter Schilling den lautstarken Torjubel der mitgereisten deutschen Fans.

Deutschland dominierte die Partie im Anschluss nach Belieben und ließ den überforderten Antillen-Kickern kaum Luft zum Atmen. Das Team von Trainer-Ikone Dick Advocaat versuchte zwar mutig, die Räume eng zu machen, wurde durch das extrem schnelle Passspiel der DFB-Auswahl aber immer wieder ausgehebelt. Mit permanentem Zug zum Tor schraubte die deutsche Nationalmannschaft das Ergebnis folgerichtig in die Höhe.

Historisches Gegentor trübt Neuer-Comeback nur kurz

Einziger kleiner Schönheitsfehler in einer ansonsten makellosen ersten Hälfte blieb die 40. Spielminute. Nach einem Abstimmungsfehler in der deutschen Hintermannschaft landete der Ball bei Curaçaos Offensivkraft Livano Comenencia. Dessen platzierter Distanzschuss schlug unhaltbar im Gehäuse von Rückkehrer Manuel Neuer zum zwischenzeitlichen Anschlusstreffer ein – ein Moment historischer Ekstase für den mitgereisten Fanblock des Karibikstaates bei dessen allererster WM-Teilnahme überhaupt.

Für Manuel Neuer, der nach überstandener Wadenverletzung rechtzeitig fit wurde und mit seinem 125. Länderspiel ein vielbeachtetes WM-Comeback feierte, war es ein unglücklicher Moment, da der erste gefährliche Abschluss des Gegners direkt im Netz landete. Die Antwort der Nationalmannschaft folgte jedoch prompt und erstickte jegliche Hoffnungen des WM-Neulings noch vor dem Pausenpfiff im Keim.

Offensiv-Feuerwerk in Durchgang zwei

Nach dem Seitenwechsel knüpfte Deutschland nahtlos an die furiose Anfangsphase an. Die Flügelzange um Florian Wirtz und Jamal Musiala setzte die Akzente, während Neuling Nathaniel Brown auf der linken Außenbahn eine starke Partie absolvierte und immer wieder gefährliche Impulse nach vorne setzte. Die überforderte Defensive Curaçaos zerfiel nun endgültig in ihre Einzelteile. Am Ende spiegelte das deutliche 7:1 die absoluten Machtverhältnisse auf dem Platz perfekt wider.

Mit diesem hochverdienten Kantersieg rehabilitiert sich die DFB-Elf für die verpatzten WM-Auftakte der vergangenen Turniere und übernimmt planmäßig die Tabellenführung in der Gruppe E vor den Teams aus Ecuador und der Elfenbeinküste. Der Grundstein für ein erfolgreiches Turnier auf dem amerikanischen Kontinent ist gelegt.

Bild: pixabay